Soziales Ehrenamt
Soziale Vereine greifen Nöte auf und geben Hilfe. Diese Hilfe ist vielfältig – so vielfältig, wie es die freiwilligen Helfer in den Vereinen sind. Sie stellen ihr Engagement und ihre Sensibilität kostenlos in den Dienst anderer Menschen.
Ehrenamtliche Mitarbeit im Sozialbereich
Das Ehrenamt basiert auf zwei Säulen: der
Unentgeltlichkeit und der
Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit.
- Viele Menschen stellen ihre Dienste kostenlos sozial benachteiligten oder behinderten Personen zur Verfügung: Sie begleiten die Betroffenen etwa zum Arzt, erledigen Besorgungen für sie, sind auf Ausflügen und auf Reisen dabei, hören ihnen zu oder leisten Gesellschaft.
- Unverzichtbar ist oft auch, dass freiwillige Mitarbeiter Fachkenntnisse in Organisationen einbringen, zum Beispiel Kenntnisse in der Buchhaltung oder im Sekretariat, in der Öffentlichkeitsarbeit oder auch in der Krankenpflege.
Welche Voraussetzungen braucht es für die freiwillige Arbeit?
Es ist wichtig, dass Menschen, denen der freiwillige Dienst zugutekommt,
Verständnis und
Respekt entgegengebracht wird. Es braucht auch die
Bereitschaft, das eigene Wohlbefinden und die eigenen Erfahrungen mit anderen zu teilen, damit sich auch diese darüber freuen können. Damit der Einsatz zum persönlichen und gemeinsamen Erfolg wird, sind auch
Verantwortungsbewusstsein und regelmäßiges Engagement in der Zusammenarbeit mit der Organisation unerlässlich.
Was braucht es für die Zukunft?
- Für die Familien könnten mehr in soziale Organisationen eingebunden werden. Sie könnten an Veranstaltungen von Organisationen teilnehmen, bei Ausflügen und Wanderungen dabei sein, oder bei Treffen mit Menschen anderer Kulturen. Familien können dabei erfahren, wie bereichernd ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung sein kann und wie Solidarität gelebt werden kann. Solidarität kann auch im privaten Kreis gepflegt werden, wenn beispielsweise bei einer Feier ein Teil der Geschenke einer Initiative für sozial schwächere Menschen zugute kommt.
- Auch Schulen wecken häufig solidarisches Handeln in Kindern und Jugendlichen. Schülern kann etwa vermittelt werden, wie benachteiligte Menschen mit ihrer Situation zurechtkommen – etwa durch den Besuch einer geschützten Werkstatt oder durch einen Ausflug mit gehbehinderten Kindern.
- Auch in der Arbeit gibt es Gelegenheiten Menschen zu begegnen und zu begleiten, die Schwierigkeiten mit den üblichen Anforderungen am Arbeitsplatz haben – etwa wegen ihrer Behinderung. Aufmerksame Begleitung dieser Mitarbeiter und Kollegen und gelegentliche Hilfen sind wertvoll. Arbeitgeber und Mitarbeiter könnten auch soziale Initiativen von Vereinen finanziell unterstützen oder kostenlose Dienste im Rahmen solidarischer Aktionen anbieten.
Dies alles trägt dazu bei, ein Netz der sozialen Mitverantwortung zu knüpfen. Dies alles ist Ehrenamt.